OpenOffice.org 2.0
Aus Macwrench
Seit geraumer Zeit steht auch für MacOS X die Version 2 der OpenOffice Suite bereit und kann unter de.openoffice.org heruntergeladen werden. In diesem Artikel soll diese freie Office-Suite als Alternative zu Büropaketen wie Microsoft Office oder Ragtime vorgestellt werden, wobei auch auf die Neuerungen der OpenOffice Version 2 eingegangen werden soll.
Seit Version 2.0.3 ist OpenOffice auch als Intel-Version verfügbar und isr somit das erste Officepaket, das auf der neuen Mac-Plattform nativ lauffähig ist.
Inhaltsverzeichnis |
Erster Blick auf die Version 2
Offensichtliche Neuerungen
Auf den ersten Blick fallen die folgenden MacOS spezifischen Neuerungen auf:
- schicke neue Programmm- und Datei-Icons
- keine Installation mehr nötig: alles ist in einem .app Archiv, das einfach auf die Festplatte kopiert werden muss.
Unter der Oberfläche
Integrierte Datenbank
Ab der Version 2 ist eine vollständige SQL-Datenbank (HSQLDB) integriert, es erlaubt den Zugriff über LDAP und enthält SSL-Unterstützung für sicherere Übertragungen. Die Verwendung externer Datenbanken als Datenquellen ist natürlich weiterhin möglich.
OpenDocument
Ab der Version 2.0 setzt OpenOffice auf das OpenDocument Format (der OASIS Arbeitsgruppe) als standardisiertes und offenes Dateiformat. Das kann allerdings nicht von OO.o Version 1.x gelesen werden, ein die alten Formate sind aber als Exportfilter vorhanden.
Schriften konvertieren
Seit Version 2.0.3 können die Schriftarten von Mac OS X automatisch konvertiert werden, damit sie auch unter OpenOffice zur Verfügung stehen.
Stilvorlagen per Drag-and-Drop
Stilvorlagen können nun einfach erzeugt werden, indem ein Textausschnitt aus der aktuellen Auswahl erstellt wird (je nach Auswahl eine Zeichenvorlage oder Absatzvorlage).
Neuerungen im PDF-Export
Eine ausführliche Übersicht lässt sich von specs.openoffice.org als OpenOffice (1.x) Dokument herunterladen, hier einmal die wichtigsten im Überblick:
- Unterstützung von "tagged PDF" (siehe [1])
- Export von Notizen (Writer, Calc, Impress)
- Export von PDF-Bookmarks (Outlines) aus einem Inhaltsverzeichnis heraus
- Unterstützung für Hyperlinks
- Einstellungen für die JPEG-Kompression
- Steuerelemente für PDF-Formulare
- Seiten-Übergangseffekte in Impress
Außerdem soll noch implementiert werden:
- Verschlüsselung von PDF-Dokumenten
Insgesamt soll auch die Kompatiblilität mit MS Office verbessert worden sein (Export und Import von Dokumenten).
OO.o auf dem Mac
Installation
- Diskimage mounten und einfach das .app File auf Platte ziehen ... fertig.
Start
- Eine installierte X11-Umgebung ist weiterhin nötig, es wird aber beim Doppelklicks auf das .app File automatisch mitgestartet (getestet mit dem Apple X11, zu finden online bei Apple (für 10.3) bzw. für 10.4 auf der Installations-CD/DVD von MacOS X)
Mozilla Plugin
Neu in der Version ist außerdem ein Mozilla-Plugin, um OpenDocument Dateien direkt im Browser darstellen zu können.
In der aktuellen MacOS-Version der Beta2 bekam ich das Ding allerdings nicht zum laufen. Es wird zwar ein Link der Datei
OpenOffice.org 2.0.app/Contents/openoffice.org1.9.130/program/libnpsoplugin.dylib
im Mozilla Plugins-Verzeichnis
~/.mozilla/plugins
gesetzt, allerdings lassen sich auch nach manuellem Setzen des Links in die entsprechenden Verzeichnisse weder Mozilla (1.7.5), noch Seamonkey (Alpha) oder Firefox (1.0.7) dazu überreden, das Plugin zu erkennen.
Schriftarten installieren (vor OOo 2.0.3)
Da Openoffice in den Versionen vor 2.0.3 die Schriftarten von Mac OS X nicht direkt nutzen kann sondern die der FreeType Umgebung (also TrueType Schriftarten) verwendet, müssen diese erst importiert werden:
- Kopieren von anderen Systemen (z.B. Linux oder Windows)
- Umwandlung der MacOS dfont-Schriften in das TrueType Format (Dateiendung .ttf)
Eine Umwandlung findet bei OpenOffice 1.x während der Installation statt, hier muss dies (mangels Installation) mit Hilfe von fondu manuell erfolgen:
cd /Applications/OpenOffice.org 2.0.app/Contents/openoffice.org/share/fonts/truetype /usr/local/bin/fondu /Library/Fonts/*
das kann dann (je nach Anzahl der Schriften) u.U. eine ganze weile dauern ...
Falls der Vorgang nicht direkt im Schriftenordner von OpenOffice gestartet wurde, müssen die so erzeugten .ttf Dateien noch dorthin, also nach
Contents/openoffice.org/share/fonts/truetype
innerhalb des OpenOffice .app Archivs verschoben bzw. kopiert werden.
Seit Version 2.0.3 kann dies automatisch geschehen, wie bereits weiter oben beschrieben wurde. Ab Version 2.0.4 bringt OpenOffice eine direkte fondu-Integration für die Nutzung von Truetype-Schrftarten mit.
Arbeiten mit OOo2
AddOns
- NeoLight - Spotlight Plugin für NeoOffice/J und OpenOffice 1.x/2.x (OpenDocument) Dokumente
Weitere Informationen
Links
- OpenOffice.org (Mac)
- Beta-Versionen von OpenOffice.org Aqua
- OOoSuche.de
- NeoOffice/J
- Neuerungen in OO.o2 (golem.de)
- PDF-Export in OO.o2 (golem.de)
Anleitungen und HowTos
OpenOffice Vorlagen
Verfasser: hagbard






