Terminal Quickies
Aus Macwrench
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Inhaltsverzeichnis |
Aufräumen
Alle .svn Metadaten löschen
Folgende Anweisung löscht alle .svn Verzeichnisse innerhalb des aktuellen Verzeichnisses:
find ./ -name ".svn" | xargs rm -Rf
Alle .DS_Store Dateien löschen
Folgende Anweisung löscht alle .DS_Store Dateien innerhalb des aktuellen Verzeichnisses:
sudo find ./ -name ".DS_Store" -depth -exec rm {} \;
Um die Dateien auf dem gesamten System zu löschen, ist ./ durch / zu ersetzen.
Um das Erstellen dieser Dateien auf Netzwerkvolumes dauerhaft zu unterbinden, ist folgendes im Terminal einzugeben:
defaults write com.apple.desktopservices DSDontWriteNetworkStores true
Daten sicher löschen
Die Funktion "sicher löschen" des Finder Papierkorbs steht auch im Terminal zur Verfügung und zwar über das Kommando
srm:
srm FILE_OR_DIRECTORY
srm -r DIRECTORY_RECURSIVELY
Dabei stehen verschiedene Varianten zur Auswahl, die auch aus dem Disk Utility bekannt sein dürften (zum Löschen von Partitionen):
| -n, --nounlink | overwrite file, but do not rename or unlink it |
| -s, --simple | only overwrite with a single pass of random data |
| -m, --medium | overwrite the file with 7 US DoD compliant passes (0xF6, 0x00, 0xFF, random, 0x00, 0xFF, random) |
| -z, --zero | after overwriting, zero blocks used by file |
Quelle:
srm manpage, siehe auch: srm in der Wikipedia (engl.)
Systempflege
PowerPC Applikationen finden
Mit Hilfe des foldenden Terminal-Kommandos lassen sich installierte PowerPC Anwendungen ausfindig machen. Das ist insbesondere vor einem Update auf OSX Lion hilfreich, da diese Anwendungen dann nicht mehr laufen werden (die PowerPC-Unterstützung via Rosetta wurde bekanntlich mit 10.7 entfernt):
system_profiler SPApplicationsDataType
In der dadurch erzeugten Liste lassen sich anhand des Attributs "Kind" PowerPC-Anwendungen identifizieren. Für eine Schnellsuche (ob überhaupt PowerPC Anwendungen existieren) genügt folgender Aufruf:
system_profiler SPApplicationsDataType | grep PowerPC
Siehe auch:
system_profiler manpage, System Profiler in der Wikipedia (engl.)
Administration
Benutzer remote ausloggen
Hin und wieder kommt es auch unter Mac OS vor, dass die Oberfläche spinnt, keine Benutzeriennahmen annimmt oder der Finder komplett blockiert. Dazu muss man nicht notwendigerweise das komplette System zwangsweise ausschalten (via 4Sek. Powerbutton) sondern es genügt oftmals, entweder den Finder bzw. das Dock zu killen oder den jeweiligen Benutzer zwangsweise abzumelden. Damit werden dann allerdings auch die gestarteten Anwendungen – die ja alle als Kindprozesse von
loginwindow laufen – ebenfalls beendet, so dass nicht gespeicherte Daten unwiderbringlich verloren gehen.
Um die Benutzersitzung also zwangsweise zu beenden, sind folgende Schritte notwendig:
Mit folgendem Kommando die Prozessnummer der entsprechenden loginwindow-Instanz herausfinden (sollte am Benutzer zu erkennen sein):
ps -A -j | grep loginwindow
Mit
kill den Prozess beenden, z.B.:
sudo kill 123
Hinweis: der Prozess /System/Library/CoreServices/loginwindow.app/Contents/MacOS/loginwindow console ist die eigene SSH Session.
Software-Updates nur herunterladen
Vor Mac OS X Snow Leopard (10.6) bot die Software-Update Applikation die Möglichkeit, Updates nur herunterzuladen ohne diese gleich zu installieren. In 10.6 fiel diese Option weg, lässt sich jedoch im Terminal weiterhin mit Hilfe des folgenden Kommandos ausführen:
softwareupdate -d -a
Die heruntergeladenen Installationspakete sind anschließend in folgendem Verzeichnis zu finden:
/Library/Updates/
Weitere Informationen dazu gibt es in der manpage zu
softwareupdate
Sonstiges
Dateien und Verzeichnisse verstecken
Folgende Anweisung bewirkt, dass die jeweiligen Objekte im Finder nicht mehr sichtbar sind, ohne diese umbennen zu müssen (nur auf HFS+ Volumes):
chflags hidden FILE_OR_DIRECTORY
Folgendes Kommando bewirkt genau das Gegenteil:
chflags nohidden FILE_OR_DIRECTORY
.deb Archive entpacken
Die Installationsarchive Debian-basierter Linux-Distributionen lassen sich auch unter Mac OS X mit Bordmitteln entpacken. Dazu wird das Kommandozeilenprogramm
ar verwendet, beispielsweise so:
ar vx dateiname.deb
Die eigentlichen Dateien sind im dabei extrahierten Archiv data.tar.gz enthalten, das sich mit jedem handelsüblichen Packprogramm (z.B. The Unarchiver) oder eben auch im Terminal entpacken lässt:
tar xvfz data.tar.gz
Die Dateien control.tar.gz und debian-binary werden zum reinen Extrahieren einzelner Dateie nicht benötigt, sie enthalten lediglich Informationen zur Installation des Paketes (siehe auch: Debian-Paket in der Wikipedia).
Siehe auch
- Kategorie Terminal hier im Wiki
- Dienstprogramme und ihre Terminal-Äquivalente hier im Wiki






